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Gerade als Notfallsanitäter in der Ausbildung ist am Anfang noch ziemlich nervös und angespannt bei seinen ersten Einsätzen. Man möchte seinen Kollegen gerne berichten, was in einem Notfalleinsatz geschehen ist und vielleicht mit ihnen diskutieren, ob sie ähnlich gehandelt hätten, sprich dieselben Medikamente verabreicht hätten, einen Notarzt nachgefordert hätten, etc. Dabei hat man sowohl als Notfallsanitäter, als Notfallsanitäter in Ausbildung aber auch als Rettungsassistent tunlichst darauf zu achten, was man vom Einsatzgeschehen berichtet.

 

Jeder Patient hat einen Anspruch darauf, dass seine Privat- und Intimsphäre durch einen Einsatz geschützt bleibt. Dies ergibt sich aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht nach Art. 2 i.V.n. Art. 1 GG. Eine Verletzung der Schweigepflicht kann in unterschiedlichen Bereichen relevant werden, z.B. zivilrechtlich, arbeitsrechtlich und strafrechtlich. Die Schweigepflicht trifft jeden, der im medizinischen Bereich tätig ist. Es macht keinen Unterschied, ob die Person im Sanitätsdienst, Rettungsdienst, im Krankenhaus oder beim Arzt mit Patienten konfrontiert wird. Eine strafrechtliche Bedeutung hat dies jedoch nur für die in § 203 StGB ausdrücklich genannten Personen.

 

Die Schweigepflicht ist in § 203 StGB geregelt und besagt,

 

„Wer unbefugt ein fremdes Geheimnis, namentlich ein zum persönlichen Lebensbereich gehörendes Geheimnis oder ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis, offenbart, das ihm als




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